Boulderschuhe finden – worauf es ankommt

Boulderschuhe*Aktualisiert: Herbst 2017*

Suchst du Boulderschuhe für dein (kommendes) Hobby? Cool, dann freuen wir uns, dass du auf diesem Blog über Bouldern und Klettern gelandet bist!

Wir möchten dir hier dabei helfen, die passenden Boulderschuhe für dich zu finden – besonders natürlich, wenn du Anfänger bist & erstmal den Durchblick & ein paar wichtige Insights brauchst – denn an diesem Punkt standen wir auch!

Boulderschuhe: Was muss ich wissen?

Natürlich kannst du dir die Boulderschuhe auch leihen in einer der zahlreichen Kletter- und Boulderhallen, die es sicher auch in deiner Stadt gibt (Google einfach mal!). Für die ersten paar Male ist das voll in Ordnung und das Beste.

Doch wenn es dich einmal gepackt und infiziert hat mit dem Kletter-Virus, dann willst du vermutlich auch deine eigenen Boulderschuhe haben, stimmt’s?

Auf Boulderschuhe.info wollen wir mit dir gemeinsam hinschauen:

  • Wie finde ich passende Boulderschuhe?
  • Wie müssen Boulderschuhe sitzen & wie eng sollen sie  sein?
  • Welche Größe sollten die Schuhe beachten?
  • Was kosten Boulderschuhe?
  • Welche sind die besten?
  • Muss ich sonst noch etwas beachten?
  • Was ist Bouldern überhaupt?
  • Was macht den Reiz & die Faszination des Boulderns aus?
  • Welche typischen Anfängerfehler kann ich möglichst direkt vermeiden?
  • Wo kann ich gut bouldern gehen, wo draußen, in welchen Boulder-Hallen oder vielleicht sogar zuhause?

Der wohl bekannteste Hersteller im Bereich von Kletterschuhen & Boulderschuhen

Wenn es einen Marktführer im Segment Klettern und Bouldern gibt, was Schuhe angeht, dann ist es La Sportiva. Ohne Zweifel hat sich dieser Hersteller, der in Italien ansässig ist, über mehrere Dutzend Jahre einen Namen unter Kletterfans gemacht. La Sportiva produziert Boulderschuhe, die Beginner wie Profis überzeugen, und das sowohl an der Indoor-Kletterwand in der Kletterhalle, wie auf dem Foto zu sehen, im Kinderzimmer oder auch am Felsen draußen in der rauhen Natur.

Wesentlich für das Bouldern ist eine gute Leistung der Schuhe. Es geht hierbei weniger um Komfort, als vielmehr um Flexibilität, denn Boulderschuhe wollen dir bei der Arbeit mit Fuß, Zehen und auch den Beinen helfen. La Sportiva schafft dies immer wieder mit seinen Modellen und ist daher wohl auch zurecht der bekannteste Name unter den Boulderschuh-Herstellern.


Eine Handvoll ausgewählter Empfehlungen der Redaktion:


Boulderhalle

Was macht gute Boulderschuhe aus & wie müssen sie sitzen?

Anders als bei Wander- und Trekkingschuhen, sollen Boulderschuhe eben keine dicke Sohle haben. Auch sind sie nie mit einem hohen Schaft gefertigt. Nein, hier geht es darum, ein Gefühl zu erzeugen bzw. besser gesagt abzubilden, das sehr an der Realität ist. Es geht also darum, dass du in den Boulder- und Kletterschuhen die Wand oder den Felsen gut spüren kannst. Daher haben sie eine dünne Sohle und einen niedrigen Schaft.

Soviel sie auch gemeinsam haben, so gibt es doch einen Punkt, der Boulderschuhe grundlegend von Kletterschuhen für den Outdoor-Bereich unterscheidet: Denn Boulderschuhe sind für kurzzeitige, sehr intensive Belastungen gemacht. Die meisten Boulder sind mit nur wenigen Tritten und Aktionen zu bewältigen, diese dann aber in größter Intensität. Beim Klettern im Außengelände hingegen wird der Fuß und Schuh oftmals über einen viel längeren Zeitraum belastet, was ein anderes Anforderungsprofil benötigt.

Was ist Bouldern überhaupt?

Der Name der Sportart geht auf den englischen Begriff „Boulder“ zurück, was so viel wie Felsblock heißt. Bouldern unterscheidet sich vom klassischen Klettern vor allem durch diese Eigenschaften:

  • Seil und Gurt werden weggelassen
  • Geklettert wird in Absprunghöhe

Einen schönen geschichtlichen Abriss des Boulderns, das derzeit einen wahren Trend erlebt, findest du auf dieser Seite. Dort werden auch die unter den aktiven Sportlern bekannten Sandsteinfelsen von Fountainbleau benannt, wo Anfang des 20. Jh. alles seinen Ursprung genommen haben soll.

Einflussreich soll auch ein gewisser John Gill gewesen sein, der dem Bouldern in den 50ern nochmal eine neue Richtung verpasst hat, wie dieser Blog erinnert. Weitere wichtige Namen waren Wolfgang Fietz und Wolfgang Güllich.

Damit du einen Einblick bekommst – und das geht ja meist am besten praktisch – haben wir dir hier ein aktuelles Video eingeblendet, vom Finale der Deutschen Meisterschaften im Bouldern 2017.

Blogger berichten von ihren Boulder-Erfahrungen & geben Tipps

Vier Augen sehen bekanntlich mehr als zwei, und das Wissen und die Erfahrung Vieler kann eher zu einem guten Gesamtbild beitragen, als Einzelne es können. Daher haben wir einige Hobby-Boulder und BloggerInnen zu ihren besten Tipps rund um’s Bouldern befragt. Die Liste der Antworten werden wir peu a peu erweitern, sobald wir neue Antworten von den Bloggern erhalten. Es geht um die Faszination am Bouldern, die Schuhwahl und gute Einsteigertipps. Und das waren unsere Fragen:

  1. Was macht für dich die Faszination am Bouldern aus?
  2. Worauf sollte man bei der Auswahl von Boulderschuhen achten?
  3. Was sind die häufigsten Anfängerfehler beim Bouldern kennenlernen, die ich vermeiden sollte?

Erika von ulligunde.com:

Foto: Moritz Attenberger für VAUDE

1) Auch wenn ich eher große Wände und tiefe Blicke bevorzuge, kann ich die Faszination des Boulderns nachvollziehen: Im Gegensatz zum Sportklettern konzentriert sich das Bouldern auf die paar schwersten Züge.

Es geht um eine perfekte Ausführung der Bewegung und um absolute Präzision, komprimiert auf ein paar Meter. Im Gegensatz zum Sportklettern spielt auch die Sturzangst eine nicht ganz so große Rolle, das erleichtert den Sport vielen.

2) Die Schuhe müssen an den Zehen und Fersen gut sitzen. Es ist aber ein Irrglaube, dass man am Anfang dank besonders enger Schuhe besser klettern kann. Man macht sich dadurch eher die Füße kaputt. Wichtiger ist eine saubere Technik und das Vertrauen in die Tritte.

3) Viele Anfänger – vor allem Männer, die ohnehin schon mit viel Kraftpotenzial mit dem Bouldern beginnen – lösen viele Probleme mit purer Kraft. Sie springen und hangeln und trainieren auch sofort am Campusboard. Da sind Schulter-, Ellbogen- und Fingerprobleme vorprogrammiert.

Viel wichtiger ist es aber, sauber stehen zu lernen, Züge eher aus den Beinen und mit Körperspannung anstatt mit Armkraft zu lösen. Ein behutsamer Umgang mit dem Körper ist wichtig. So bleibt einem der Sport auch länger erhalten.


Patric von enziano.com:

Boulder-Fan Patric

1) Für mich persönlich ist das Bouldern eine willkommene Abwechslung zum normalen Klettern und ermöglicht mir in geselliger Runde zum Spaß zu klettern und sich gegenseitig an schwierigen Routen zu motivieren.

2) Ich finde man sollte den alten Mythos „Kletterschuhe müssen weh tun“ für sich persönlich hinterfragen… Besonders wichtig finde ich, dass die Schuhe zwar gut sitzen aber nicht einschnüren oder die Zehen abknicken.

Zu oft sehe ich Kollegen die sich direkt nach der Route die Schuhe von den Füßen reißen und mit schmerzverzerrtem Gesicht umherhumpeln. Klar kommt es vor allem beim Bouldern auf eine gute Vorspannung und guten Halt an – aber das Ganze soll doch noch Spaß machen oder? Ich habe lieber eine schöne Kletter- / Bouldersession mit heilen Füßen als ein paar Züge mehr zu schaffen dafür aber mit dauerhaftem Schmerz klettern zu müssen.

3) Aus meiner Sicht gibt es drei relevante Fehler die sehr oft gemacht werden:

– Nicht aufwärmen. Und gleich sehr sehr schwere Griffe, Züge und Sprünge zu versuchen. Dabei ist die Gefahr für Verletzungen unglaublich hoch. Und ein paar einfache Routen zum aufwärmen haben noch niemandem geschadet 😉

– Zu wenig Körperspannung. Es ist anstrengend den ganzen Körper unter Spannung zu halten und die Züge langsam und wohlbedacht durchzuführen. Oft ist man verleitet alles nur mit Kraft zu machen und dabei die Technik außen vor zu lassen. Vor allem beim Bouldern ist ein Großteil der Fähigkeit die Körperkontrolle und nicht ausschließlich Kraft.

– Nicht sorgfältig steigen. Der Stand mit den Füßen ist Relevant, und besonders hier lohnt es sich große Aufmerksamkeit auf den nächsten Tritt zu legen und langsam und genau auf den Griff zu treten. Oft wird hier mit den Schuhen an der Wand entlang „geschabt“ und ungenau und hektisch getreten.